Maßnahmen der
beruflichen
Rehabilitation

Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation

Die Gesamtkonzeption des BTZ, von der Größe der Einrichtung bis zur Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist auf die besonderen Belange von psychisch beeinträchtigten Menschen in der beruflichen Rehabilitation abgestimmt.
Alle Trainingsangebote beinhalten ein individuell abgestimmtes Programm, ausgerichtet am Förderbedarf der/des Einzelnen, mit dem zentralen Ziel der dauerhaften Teilhabe am Arbeitsleben.

Im BTZ Paderborn führen wir jeden ersten Donnerstag im Monat eine offene Informationsveranstaltung von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr durch, zu der wir Sie herzlich einladen. Oder Sie vereinbaren ein persönliches Informationsgespräch im BTZ Paderborn unter der Telefonnummer +49 5251 15292-10 oder im BTZ Bielefeld unter der Telefonnummer +49 521 945661-00, bei dem Sie auch unsere Räumlichkeiten kennen lernen.

Zielgruppe

Zielgruppe sind psychisch beein­trächtigte Erwachsene mit unter­schiedlichen Störungsbildern, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt wurden. 

Teilnehmen kann, wer nach einer psychischen Erkrankung ohne Arbeit ist oder noch über ein bestehendes Arbeitsverhältnis verfügt und nur mit Hilfe einer beruflichen und psychosozialen Förderung wieder eingegliedert werden kann.

Die Maßnahme richtet sich auch an Menschen, die noch im Erwerbsleben stehen, aber wegen persönlicher Krisen, psychischer Probleme oder Erkrankung Gefahr laufen, ohne Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Zielsetzung

Hauptziele in der Integrationsmaßnahme sind die Klärung der grundsätzlichen Arbeitsmarktfähigkeit sowie die berufliche Orientierung und Erarbeitung einer realistischen beruflichen oder alternativen Perspektive. Endziel der Maßnahme ist die Integration in den ersten Arbeitsmarkt.

Schwerpunkte der Maßnahme

Entsprechend der Fähigkeiten und Voraussetzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfasst die Maßnahme folgende Elemente:

  • Leistungsermittlung
  • Förderplanung/Zielvereinbarungen
  • Reha-Verlaufsgespräche
  • Psychosoziale Gruppenangebote
  • Psychosoziale Einzelgespräche

Die Maßnahme wird in 2 Phasen durchgeführt. Feste Bestandteile in Phase 1 sind:

  • Fachpraktisches Training
  • Allgemeinbildende Unterrichte
  • Bewerbungstraining
  • Verpflichtende betriebliche Phasen zur Erprobung und Orientierung
  • Fachspezifische Unterweisungen

In Phase 2 werden die fachpraktischen und –theoretischen Kompetenzen vertieft. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Durchführung mehrerer betrieblichen Phasen zur Qualifizierung und Vorbereitung auf die Arbeitsaufnahme.

Für das fachpraktische Training stehen folgende Trainingsbereiche zur Verfügung:

  • Garten- und Landschaftsbau
  • Gewerblich-technischer Bereich
  • Kaufmännisch-verwaltender Bereich
  • Küche/Catering
  • Lagerlogistik
  • Servicedienste Textil und Dekoration

Begleitung/Unterstützung

Feste Ansprechpersonen begleiten den gesamten Prozess der Maßnahme.

Zeitlicher Umfang

Ein Einstieg in die Maßnahme ist jederzeit möglich. Die Maßnahme dauert im Durchschnitt ein Jahr.

Die Maßnahme wird montags bis donnerstags in der Zeit von 8.00 – 16.30 Uhr durchgeführt, freitags bis 16.00 Uhr. Für Arzt- und Therapietermine und für Behördengänge steht der Donnerstagnachmittag zur Verfügung. Die betrieblichen Erprobungen richten sich nach den Gegebenheiten des Unternehmens. Sonderregelungen sind in Absprache möglich.

Finanzierung

Die Maßnahme wird durch die Deutsche Rentenversicherung, die Agenturen für Arbeit, die regionalen Jobcenter oder die Berufsgenossenschaften finanziert. Auch eine Eigenfinanzierung ist möglich. Die Teilnehmenden erhalten während der Dauer der Maßnahme eine finanzielle Förderung durch den zuständigen Kostenträger.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen, kognitiven oder körperlichen Einschränkungen, die besondere Unterstützung benötigen.

Voraussetzung ist die Arbeitsfähigkeit für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Zielsetzung

Das Ziel der Unterstützten Beschäftigung ist es, durch die Qualifizierung an einem betrieblichen Arbeitsplatz der Teilnehmerin/dem Teilnehmer eine angemessene, geeignete und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu ermöglichen und zu erhalten.

Die Durchführung der Maßnahme erfolgt nach dem Grundsatz: „Erst platzieren, dann qualifizieren.“

Schwerpunkte der Maßnahme

Die individuelle Einarbeitung und Qualifizierung der Teilnehmerin/des Teilnehmers erfolgt in Abstimmung mit dem Betrieb direkt am Arbeitsplatz und umfasst zwei Phasen:

  • In der Qualifizierungsphase erfolgt die unterstützte Einarbeitung auf dem individuell am besten geeigneten Arbeitsplatz. Dieser Arbeitsplatz soll eine realistische berufliche Perspektive bieten.
  • Die Stabilisierungsphase beinhaltet die Festigung im betrieblichen Alltag und soll eine dauerhafte Beschäftigung im Betrieb realisieren.

Ergänzend zur Qualifizierung im Betrieb findet einmal pro Woche ein Projekttag im BTZ statt. Dieser Tag dient dem persönlichen Erfahrungsaustausch und der Förderung persönlicher, sozialer und beruflicher Fähigkeiten.

Begleitung/Unterstützung

Der Teilnehmerin/dem Teilnehmer steht sowohl bei der Qualifizierung im Betrieb als auch am Projekttag eine Qualifizierungstrainerin/ein Qualifizierungstrainer als feste Ansprechperson zur Seite.

Zeitlicher Umfang

Ein Einstieg in die Maßnahme ist jederzeit möglich. Die Maßnahme dauert im Durchschnitt ein Jahr und kann bei Bedarf auf zwei Jahre verlängert werden.

Die Teilnehmerin/der Teilnehmer arbeitet an vier Tagen in der Woche im Betrieb und absolviert einen Projekttag im BTZ. Die Arbeitszeiten im Betrieb werden individuell abgesprochen.

Finanzierung

Die Maßnahme wird durch die Deutsche Rentenversicherung finanziert. Die Teil­nehmenden erhalten während der Dauer der Maßnahme Übergangsgeld.

Zielgruppe

Die Maßnahme wendet sich speziell an Menschen mit psychischen, körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen. Sie haben Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben vom jeweiligen Kostenträger bewilligt bekommen und benötigen weitergehende Hilfen bei der Vermittlung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Es besteht keine berufsgruppenspezifische Einschränkung. Das Vermittlungscoaching ist für Arbeitsuchende aller Altersstufen geeignet, mit und ohne Berufsausbildung, die Unterstützung zur Realisierung beruflicher Teilhabe benötigen.

Zielsetzung

Ziele der Maßnahme sind die Vermittlung konkreter Arbeitsstellen und die berufliche Wiedereingliederung.

Ein JobCoach bietet ein vielfältiges Angebot an Unterstützungsleistungen, welches sich nach dem individuellen Bedarf der/des Arbeitsuchenden richtet, u. a.:

  • Erstellung eines aussagekräftigen Bewerberprofils
  • Aufzeigen verschiedener Möglichkeiten zur Informationsgewinnung bei der Stellensuche
  • Unterbreitung konkreter Stellenangebote
  • Erstellung der Bewerbungsunterlagen
  • Vor- und Nachbereitung von Vorstellungsgesprächen
  • Begleitung zum Vorstellungsgespräch

 

Begleitung/Unterstützung

Während der gesamten Maßnahme wird die/der Arbeit­suchende kontinuierlich vom JobCoach begleitet, von der Erhebung der persönlichen Ausgangssituation über die Auswahl der Bewerbungsstrategie bis hin zum Vorstellungsgespräch. Auch eine Begleitung am Arbeitsplatz ist im Anschluss an die Maßnahme als weitere Intervention möglich.

Zeitlicher Umfang

Die Dauer erstreckt sich über ein halbes Jahr oder max. 78 Stunden. Der individuelle Einstieg ist jederzeit möglich.

Die Begleitung der Teilnehmenden findet stundenweise in der Zeit von 8.00 – 16.30 Uhr von montags bis freitags statt. Die ermittelten Faktoren müssen im häuslichen Kontext zu konkreten Planungsstrategien weitergeführt werden.

Finanzierung

Die Maßnahme wird durch die Agenturen für Arbeit, die örtlichen Jobcenter und die Deutsche Rentenversicherung finanziert. Den Teilnehmenden werden Fahrtkosten erstattet.

Zielgruppe

Zielgruppe sind Menschen, die mit einer psychischen Beeinträchtigung ohne Arbeit sind und nur mit Hilfe einer beruflichen Förderung wieder eingegliedert werden können.

Teilnehmen kann auch, wer noch im Erwerbsleben steht, aber wegen seelischer Krisen oder Erkrankungen Gefahr läuft, ohne Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben den Arbeitsplatz zu verlieren.

Das Angebot richtet sich auch an psychosozial belastete Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter aus Unternehmen.

Zielsetzung

Ziele der Maßnahme sind sowohl die Abklärung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit als auch die Feststellung einer Maßnahmeeignung.

Die Berufsfindung/Arbeitserprobung ist ergebnisoffen und mündet in eine Empfehlung, welche weiteren Schritte für eine erfolgreiche Integration auf den ersten Arbeitsmarkt erforderlich sind.

Schwerpunkte der Maßnahme

Die Maßnahme gliedert sich in drei Phasen mit jeweils unterschied­lichen Inhalten.

  • Die erste Phase besteht aus einer Orientierung, die die Einführung in die Arbeitsordnung und das Erfassen manueller, organisatorischer und intellektueller Fähigkeiten beinhaltet.
  • In der zweiten Phase wird eine fachpraktische Erprobung im haus­eigenen Trainingsbereich durchgeführt. Diese Phase dient im Wesentlichen der Feststellung der individuellen Belastbarkeit.
  • In der letzten Phase erfolgt die Auswertung der fachpraktischen Erprobung hinsichtlich Lernverhalten, sozialer Kommunikation, Arbeitnehmerverhalten und bereichsspezifischer Kenntnisse.

 

Begleitung/Unterstützung

Die psychosoziale Begleitung der Teilnehmenden und die Anleitung in der fachpraktischen Erprobung erfolgt durch professionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die diagnostischen Verfahren werden von einer Psychologin/einem Psychologen durchgeführt.

Zeitlicher Umfang

Die Berufsfindung/Arbeitserprobung umfasst eine Dauer von sechs Wochen, wobei ein Einstieg individuell und jederzeit möglich ist.

Trainiert wird montags bis freitags in einer Kernzeit von 8.00 bis 16.30 Uhr. Bei einem eingeschränkten Leistungsvermögen kann die Arbeitszeit bei Vorlage eines fachärztlichen Attests reduziert werden.

Finanzierung

Kostenträger für die Berufsfindung/Arbeitserprobung sind die Deutsche Rentenver­sicherung, die Agenturen für Arbeit, die örtlichen Jobcenter und die Berufsgenossenschaften. Die Teilnehmenden erhalten während der Dauer der Maßnahme weiterhin die Leistungen, die sie bereits vor der Maßnahme bezogen haben. Die Fahrtkosten werden erstattet. Aber auch die Finanzierung als Selbstzahler oder durch Unternehmen ist möglich.

Zielgruppe

Die individuell begleitete betriebliche Umschulung richtet sich an Menschen, die ihren Beruf nicht mehr ausüben können, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt wurden und die im Rahmen der Umschulung einen besonderen Unterstützungsbedarf aufweisen.

Zielsetzung

Ziele der Begleitung sind u. a., den Einstieg in die zweite Berufsschulklasse zu erleichtern und den Umschulungsverlauf positiv zu unterstützen. Somit soll der Weg zum Erwerb eines anerkannten Berufsabschlusses ermöglicht werden.

Jede Umschülerin/jeder Umschüler wird schulisch, persönlich und individuell unterstützt und gefördert. 

Inhalte der Maßnahme

Das Angebot umfasst verschiedene Elemente, wobei entsprechend den Fähigkeiten und Voraussetzungen der Rehabilitandinnen/Rehabilitanden individuelle Schwerpunkte gesetzt werden, u. a.:

  • Individuelle Beratung
  • Unterstützung bei der Organisation der Umschulung
  • Krisenintervention bei Problemen im Betrieb oder in der Berufsschule
  • Intensive Lernbegleitung
  • Vertiefender Fachunterricht
  • Prüfungsvorbereitung
  • Konfliktcoaching
  • Soft-Skills-Training

 

Begleitung/Unterstützung

Die Umschülerinnen/Umschüler werden je nach Art der Unterstützung von fachlich und rehabilitationsspezifisch geschulten Fachkräften unterstützt.

Die psychosoziale Begleitung übernimmt eine Rehafachkraft, bei einer Kriseninter­vention ist der Einsatz einer Psychologin/eines Psychologen möglich.

Stützunterricht wird von Fachdozentinnen/Fachdozenten durchgeführt.

Zeitlicher Umfang

Die Dauer der Maßnahme beträgt zwei Jahre.

Die Zeiten für psychosoziale Gespräche, Stützunterricht und Prüfungsvorbereitung werden individuell vereinbart. Vorgesehen sind bis zu 15 Stunden Stützunterricht pro Monat, in Prüfungszeiten nach Bedarf und bis zu vier Stunden psychologische Begleitung pro Monat.

Finanzierung

Die Maßnahme wird durch die Deutsche Rentenversicherung und die Berufs­genossenschaften finanziert.

Kostenloses Infomaterial

Alle Downloads

Ihre Ansprechpartner

Paderborn

Martina Fischer
martina.fischer@btz.de
+49 5251 15292-51

 

Bielefeld

Manuela Vicky Sieker
manuela.sieker@btz.de
+49 521 945661-11

 

Krefeld

Roxana Gladis
roxana.gladis@btz.de
+49 2151 47998-11